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Mercedes Vito Iglhaut-Allrad

Wer hätte geglaubt, dass man aus dem unscheinbaren Pampers-Laster Mercedes Vito einen Offroader zaubern kann? Die Iglhaut-Truppe schafft's...

Wer einen Geländewagen kauft, ist in aller Regel auf der sicheren Seite. Der hat ein Ass im Ärmel, mit dem er sein Ziel garantiert erreicht, ganz gleich, wie heftig Sturmfluten und Wirbelstürme toben. Aber auch ein Ass mit der Gewissheit, dass er dabei ein ordentliches Pfund eingeladen haben kann. Es soll aber tatsächlich Leute geben, denen selbst das noch zu wenig ist. Die gern zu acht verreisen oder 4,6 m3 große Teile mitschleppen wollen. Da wird dann auch für stämmige Offroader die Luft etwas dünn. Aber bitte: Dann greift man eben zum Iglhaut-Vito.
Zugegriffen haben schon viele, denn bei jeder Anfrage nach einem außergewöhnlichen Mercedes-Transporter zeigen die Stuttgarter mit dem Finger Richtung Südosten, ins wilde Frankenland, nach Marktbreit. Geht's um Gefährte mit extralangem Radstand, um hoch geländetaugliche Kabelleger oder Expeditionsmobile - die Iglhaut-Truppe richtet's. Die neue Kreation der Franken baut auf dem gelungenen Kleintransporter Vito und seinem schicken Bruder, dem Familien-Van Viano, auf. Dass der im Geländewagen-Revier wildern kann, zeigen schon die Eckdaten: 4,75 Meter Länge, 1,9 Meter Breite, bis zu acht Sitzplätze, 900 Kilogramm Zuladungskapazität.
Das bietet ein VW T5 syncro auch, könnte man meinen. Aber gemach: Dem VW hat der Iglhaut-Vito einiges an handfester 4x4-Technik voraus. Zunächst verfügt er über einen echten permanenten Allradantrieb, bei dem es keine Schrecksekunde gibt, wenn urplötzlich irgendwelche Lamellen den Antrieb einer Achse automatisch zu- oder abschalten. Wir wissen immer, was uns erwartet - die fahrdynamischen Reaktionen des Permanentallrad-Konzepts sind berechenbar. Wir wundern uns zunächst, wie wendig dieser Kombi um die Ecken wetzt, verstehen es aber sofort, als wir erfahren, dass die Verteilung der Antriebskräfte unsymmetrisch gehalten ist: 2/3 für hinten und 1/3 für vorn.
Bei flotter Kurvenhatz ist aufgrund der deutlich gesteigerten Aufbauhöhe vielleicht eine Nuance mehr Seitenneigung als beim Zweirad-Vito festzustellen - aber das ist eigentlich gut so, schließlich reden wir von einem Geländewagen. Damit lässt sich das Kapitel "Straße" auch schon abhaken - es gibt keine weiteren Auffälligkeiten. Die große Überraschung erleben wir erst im Gelände. Fahrwerksseitig schaffen neun Zentimeter Höherlegung und sieben Zentimeter höhere Reifen erst mal genügend Freiraum unterm Boden.
Wobei der Höhengewinn vorn nicht ganz so üppig ausfällt, weil die neun Zentimeter hier zwischen Fahrschemel und Karosserie stecken... mehr in OFF ROAD 5/2005

Geschrieben von Anonym am 11.04.2005 21:53
   
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